

Die Serie Blue Planet II hat die Macht, jeden über die Wunder unserer Ozeane zu staunen, aber sie berührt besonders die Herzen derer, die bereits von Meereslebewesen besessen sind, so wie ich. Nach dem Ansehen der Serie blieb eine Episode besonders hängen, und ich erinnere mich, überrascht gewesen zu sein, dass es die Episode „Grüne Meere“ war. Ich fand Kelpwälder schon immer faszinierend, doch die meisten Dokumentationen darüber fand ich weniger bezaubernd als die über Korallenriffe oder die offenen Ozeane. Wenn es dir genauso geht, ist dieses Dokumentarfilm genau das Richtige für dich.
Von den üppigen Kelpwäldern an der Südspitze Afrikas über die Seegraswiesen vor Westaustralien bis hin zu den riesigen Algenblüten in der Monterey Bay, Kalifornien, erforscht diese Episode, wo die photosynthetischen Organismen unserer Ozeane ihre sichtbarsten Beiträge leisten, und wird begleitet von unglaublichen Geschichten. Wir beobachten, wie Otter sich in riesigen Mengen an Seeigeln laben – eine Populationskontrolle, die durch den umfassenderen Schutz der Otter in der Region wiederhergestellt wurde. In den haifischverseuchten Gewässern sehen wir einen Oktopus, der auf unglaublich intelligente Weise versucht, sich vor seinen herannahenden Raubtieren zu verstecken. Vor Westaustralien grasen Schildkröten zusammen mit ihrem Erzfeind, dem Tigerhai, in den Seegraswiesen. Diese Graslandschaften werden jährlich von einem Schwarm Spinnenkrabben überrannt, die sich übereinander türmen, um ihr Exoskelett abzustreifen. Entlang der Küstenlinie zeigen die grünen Meere die Bedeutung dieser Gebiete für die Fortpflanzung, wie etwa für Riesenkuttenfische und Seeschlangen, sowie für Kinderstuben, wie die der Jungfische in Mangrovenwäldern. Die Dokumentation endet mit großen Fressensituationen von Delfinen, Seelöwen, Walen und anderen Raubtieren, die alle zusammenkommen, um sich an planktonfressenden Sardinen satt zu essen – ein Phänomen, das nur aufgrund von Phytoplankton existiert.
Wenn dich unser Newsletter noch nicht von der Bedeutung der Grünen Meere überzeugt hat, dann wird es diese Dokumentation definitiv tun.
Von Paula Thake