Vulkanische Pools gehören zu den bekanntesten Naturformationen auf Madeira und anderen vulkanischen Inseln im Atlantik. Sie entstehen durch das Zusammenspiel von Lava, Ozean und Erosion über sehr lange Zeiträume. Anders als künstlich angelegte Schwimmbecken sind diese Pools natürliche Strukturen, die direkt mit der vulkanischen Entstehung der Insel verbunden sind. Besonders an den Küsten Madeiras finden sich zahlreiche Lavagesteine, die durch frühere Vulkanausbrüche entstanden sind.
Vor Millionen von Jahren floss heiße Lava aus Vulkanen bis in den Atlantischen Ozean. Dort kühlte das Gestein beim Kontakt mit dem kalten Meerwasser schnell ab und erstarrte. Im Laufe der Zeit entstanden dadurch unregelmäßige Felsformationen entlang der Küste. Manche dieser Lavabereiche bildeten natürliche Vertiefungen oder geschützte Becken zwischen den Felsen. Durch Wellenbewegungen des Atlantiks wurden diese Bereiche nach und nach mit Meerwasser gefüllt. So entstanden natürliche Meerwasserpools.
Die Kraft des Ozeans spielt bis heute eine wichtige Rolle bei ihrer Formung. Wellen, Strömungen und Erosion verändern die Felsen ständig, wenn auch meist sehr langsam. Besonders bei starkem Seegang trifft das Wasser mit großer Kraft auf die Lavaküsten. Dadurch werden kleine Gesteinsteile abgetragen und bestehende Formen weiter ausgearbeitet. Gleichzeitig bleiben die vulkanischen Gesteine aufgrund ihrer Härte oft über lange Zeit stabil.
Viele vulkanische Pools befinden sich in Regionen mit dunklem Basaltgestein. Dieses Gestein ist typisch für vulkanische Inseln wie Madeira. Die natürlichen Formen der Lavasteine verleihen den Pools oft ein unregelmäßiges und ursprüngliches Aussehen. Je nach Gezeiten und Wellengang verändert sich auch der Wasseraustausch innerhalb der Becken. Dadurch gelangt ständig frisches Meerwasser hinein.
Einige der bekanntesten vulkanischen Pools Madeiras liegen in Porto Moniz an der Nordküste der Insel. Dort haben sich natürliche Lavabecken gebildet, die heute teilweise für Besucher zugänglich gemacht wurden. Trotz kleiner Anpassungen bleibt ihre geologische Grundlage vollständig natürlichen Ursprungs. Die Pools verbinden die vulkanische Geschichte Madeiras direkt mit der Kraft des Atlantiks.
Vulkanische Pools zeigen anschaulich, wie Landschaften durch natürliche Prozesse entstehen und sich über lange Zeit verändern. Sie sind das Ergebnis ehemaliger vulkanischer Aktivität und der ständigen Bewegung des Ozeans. Gleichzeitig gehören sie heute zu den eindrucksvollsten Küstenlandschaften Madeiras und verdeutlichen den engen Zusammenhang zwischen Vulkanismus und Atlantik.
© Bildnachweis Associação de Promoção da Madeira
Von Fatima Kutzschbach