

Es gibt kaum eine bessere Beschreibung für Delfine; diese Tiere verkörpern praktisch das Wort „sozial“. Jahrzehntelange Forschung hat gezeigt, dass Delfine hervorragend als Einheit funktionieren, ihre Gruppenmitglieder unterstützen, wo es nötig ist, und sich bei der Jagd untereinander koordinieren. Diese sozialen Verbände funktionieren je nach Bedürfnissen der jeweiligen Art sehr unterschiedlich.
Kurzschnabelige-Gewöhnliche-Delfine (Delphinus delphis) mit kurzem Schnabel – neugierige und wunderschöne Delfine, die die Menschheit seit Urzeiten faszinieren – bilden meist eher locker strukturierte Gruppen, die besonders auf Wanderungen durch den Ozean oft gigantische Ausmaße annehmen. Innerhalb dieser großen Gruppen gibt es mehrere Untergruppen, die aus Tieren bestehen, die engere Beziehungen zueinander haben. Diese Untergruppen sind meist nach Alter und Geschlecht gegliedert.
Rundkopfdelfine (Grampus griseus) zeigen eine geschichtete soziale Organisation, die typischerweise aus Gruppen von 3 bis 12 Individuen besteht. Wie bei den Gewöhnlichen Delfinen basieren diese Gruppen auf Alter und Geschlecht, jedoch ist bekannt, dass sie innerhalb dieser kleineren Gruppen häufig langfristige, stabile Bindungen eingehen, anstatt ausschließlich einer klassischen, stark fluiden Fission-Fusion-Gesellschaft zu folgen.
Die stabilsten Gruppen der drei heute gesichteten Arten sind die matriarchalischen Verbände der Kurzflossen-Grindwale (Globicephala macrorhynchus), bei denen sich alle Familienmitglieder gemeinsam um die Jungen kümmern und sie versorgen. Diese geteilte Verantwortung stärkt die engen Beziehungen innerhalb der Gruppe und trägt dazu bei, ihre Stabilität zu erhalten.
Von Paula Thake
Sichtungen des Tages
Steno
09:30 Rundkopfdelfine, Kurzschnabelige-Gewöhnliche-Delfine, Kurzflossen-Grindwale
13:30 Kurzflossen-Grindwale
Stenella
09:30 Rundkopfdelfine, Kurzschnabelige-Gewöhnliche-Delfine, Kurzflossen-Grindwale