

Noch einmal Finnwale (Balaenoptera physalus) – was für ein Glück für unsere Gäste, dem zweitgrößten Tier der Welt zu begegnen! Weibliche Finnwale sind nur etwa drei Meter kleiner als weibliche Blauwale (Balaenoptera musculus). Dieser Unterschied ist ein hervorragendes Beispiel für Geschlechtsdimorphismus – ein Phänomen, bei dem sich Männchen und Weibchen derselben Art im Aussehen unterscheiden. Während sich dies bei anderen Tieren in Form von Farbunterschieden oder Merkmalen wie Hörnern äußern kann, zeigt sich dies bei Bartenwalen in der Größe, wobei die Weibchen größer sind, da sie den höheren Energiebedarf der Fortpflanzung tragen.
Bei einigen Tiefsee-Seeteufeln wird der Geschlechtsdimorphismus auf die Spitze getrieben: Männchen, die dramatisch kleiner sind als Weibchen (oft nur 5–10 % der Länge der Weibchen), heften sich an diese an und verschmelzen mit ihrem Blutkreislauf, wodurch sie zu lebenslangen Fortpflanzungspartnern werden.
Und ihr Glück hörte damit nicht auf – heute war ein Tag voller Begegnungen. Bei fast jeder Tour begegneten wir auch Unechten Karettschildkröten (Caretta caretta), die sich in der Sonne aalten, um Parasiten loszuwerden und sich auszuruhen, Kurzschnabel-Gewöhnliche-Delfine (Delphinus delphis) sowie Portugiesischen Galeeren (Physalia physalis) und violetten Meeresschnecken (Janthina janthina).
By Eva Köhle
Sichtungen
Ribeira Brava
09:00 Kurzschnabel-Gewöhnliche-Delfine
13:00 Finnwal, Kurzschnabel-Gewöhnliche-Delfine
Stenella
09:30 Kurzschnabel-Gewöhnliche-Delfine, Große Tümmler, Unechten Karettschildkröten
13:30 Finnwal, Kurzschnabel-Gewöhnliche-Delfine
16:00 Finnwal, Unechten Karettschildkröten