
Eine beeindruckende Eigenschaft wildlebender Tiere ist, dass sie zwar ihre Beute ausgiebig fressen, aber dennoch wissen, wann es Zeit ist aufzuhören. In Maßen zu jagen – oder zumindest ihre Ressourcen nicht vollständig auszuschöpfen – trägt zum natürlichen Gleichgewicht unserer Umwelt bei und ermöglicht es diesen Ressourcen, einschließlich der Beutepopulationen, sich zu regenerieren, anstatt zu verschwinden. Gier ist in der Natur praktisch nicht vorhanden – eine wertvolle Eigenschaft unserer natürlichen Welt, von der wir Menschen uns durchaus eine Scheibe abschneiden könnten.
Unsere heutigen Beobachtungen galten einigen wunderschönen und hungrigen Kurzschnäuzigen Gemeinen Delfinen (Delphinus delphis), die damit beschäftigt waren, Hornhechte (Hemiramphidae) zu jagen. Diese spektakulären Jagdsituationen beinhalten oft nur eine Handvoll Delfine, die einen Schwarm von etwa 100 Fischen jagen – ein kleiner Schwarm, gemessen am Appetit eines Delfins. Deshalb teilt sich die Schule in kleinere Jagdgruppen auf, von denen jede ihren eigenen Fischschwarm verfolgt. Die Jagden beginnen meist am Morgen und dauern bis in den frühen Nachmittag an, doch die Delfine lassen stets genügend Beute zurück – denn sie wissen: Morgen ist auch noch ein Tag.
Von Paula Thake
Sichtungen des Tages
Ribeira Brava
09:00 Kurzschnäuzige Gemeine Delfine
13:00 Kurzschnäuzige Gemeine Delfine
Stenella
09:30 Kurzschnäuzige Gemeine Delfine
13:30 Kurzschnäuzige Gemeine Delfine