
Welche Meeressäuger können am tiefsten & längsten tauchen?
Nein, es sind nicht die Pottwale (Physeter macrocephalus), die wir heute bei allen Ausfahrten beobachten konnten: Diese können ganze 2 km in die Tiefe vorstoßen und dabei bis zu 2 Stunden unter der Wasseroberfläche bleiben. Die von uns gemessenen Tauchgänge schwanken jedoch zwischen 30 Minuten und 1 Stunde. Nach so einem Tauchgang bleiben die Tiere erst einmal eine zeitlang an der Oberfläche um sich wieder richtig mit Sauerstoff zu versorgen. Was für ein Glück für uns, denn in dieser Zeit können wir sie wunderbar beobachten und dabei respektvoll ein Stück ihres Weges begleiten. Wir hatten phantastische Sichtungen heute mit den Pottwalen und unser Boot Steno bekam am Morgen noch ein kleines Bonbon dazu, nämlich die großen Tümmler (Tursiops truncatus).
Sowohl die Tümmler, wie auch die Pottwale können gut identifiziert werden. Dazu benötigt man bei ersteren die Finne, die Rückenflosse, und bei letzteren die Fluke, die Schwanzflosse.
Juliette, eine unserer Meeresbiologinnen, wird sich um die Identifikation kümmern. Vielleicht ist der eine oder andere ja schon im Katalog der residenten Tümmler erfasst oder es gibt ein Match von einem Pottwal, der irgendwo anders auf der Welt schon einmal gesichtet worden ist.
Besonderen Dank an die zwei netten Holländerinnen, die uns ihre Flukenfotos geschickt haben, weil bei unserem ersten Pottwal in meiner Kamera keine Speicherkarte war 🙁
Nun aber zur Beantwortung der Frage: Mit 3km Tauchtiefe und bis zu 4 Stunden halten die Cuvier Schnabelwale (Ziphius cavirostris) den Rekort im Langzeit,- und Tieftauchen. Unvorstellbar und grandios, was diese Tieftaucher da zu Stande bringen.
von Claudia Gomes
Sichtungen des Tages
Ribeira Brava
09:00 Pottwal
13:00 Pottwale
Steno
09:30 Pottwale, große Tümmler
13:30 Pottwale