

Unsere Fahrten waren heute sehr unterschiedlich. Wir geben unser Bestes nach Tieren Ausschau zu halten, doch letztendlich bestimmt die Natur, was uns gegeben wird.
Unserer Gäste auf der Ribeira Brava erlebten heute Morgen leider wie ein Big Game Boot mit ausgefahrenen Leinen und voller Fahrt direkt durch das Sichtungsgebiet fuhr. Zu unserer Überraschung kam ein Crew-Mitglied am Abend zu uns, um sich für dieses Verhalten zu entschuldigen. Das ist ein Anfang!
Diese Situation auf dem Meer hat mir ein weiteres Mal gezeigt, dass Achtsamkeit das „A“ und „O“ ist. Egal, wo wir uns bewegen und mit wem wir interagieren, es geht darum, sich so zu verhalten, wie wir uns einen Umgang wünschen, mit Respekt. Und dies gilt natürlich auch in Bezug auf die Natur. Manchmal denke ich, dass Menschen und Gesellschaften krank werden, liegt daran, dass wir mittlerweile viel zu weit davon entfernt sind. Wir sehen uns nicht mehr als Part der Natur, sondern denken, wir haben die Kontrolle. Es wird vergessen, dass wir, wie jede Pflanze, jedes Tier, wie jedes kleine Etwas einfach auch nur Besucher auf diesem wunderschönen Planeten sind. Solch ein Wissen kann mit Ehrfurcht erfüllen und wie könnte es dann möglich sein, Schaden anzurichten? Um Natur zu erleben, muss man nicht am Meer sein (was natürlich toll ist), wir sind immer davon umgeben … das Vogelgezwitscher, ein Baum, der Duft einer Blume, der Sonnenstrahl, die Brise des Windes, ein Regentropfen … Respekt für all das ist Respekt für sich selbst und dadurch auch für alles andere.
von Fatima Kutzschbach
Sichtungen des Tages
Ribeira Brava
09.00: Große Tümmler
17.00: Atlantische Fleckendelfine, Gemeine delfine
Stenella
09.00: keine Sichtung