
Unter dem grau verhangenen Himmel fanden wir auf dem Weg hinaus eine schlummernde Mönchsrobbe (Monachus monachus), die wohl auch fand, dass es eher nach einem Tag zum Relaxen aussah. Die Mönchsrobbe ist der lebende Beweis dafür, dass man auch mit rundlicher Figur, Schnurrbarthaaren und Hang an Ort und Stelle zu Relaxen, echten Eindruck machen kann.
Die Mönchsrobbe ist eine stark bedrohte Robbenart, die in wenigen, voneinander isolierten Populationen vorkommt. Sie lebt überwiegend in küstennahen Gewässern und nutzt abgelegene Strände oder Meereshöhlen als Ruhe- und Wurfplätze. Erwachsene Tiere erreichen eine Länge von etwa 2 bis 2,5 Metern. Ihr Körper ist kräftig gebaut, das Fell variiert je nach Alter und Geschlecht in der Färbung. Mönchsrobben ernähren sich hauptsächlich von Fischen und Kopffüßern, die sie bei Tauchgängen erbeuten. Sie gelten als standorttreu und reagieren empfindlich auf Störungen durch menschliche Aktivitäten. Lebensraumverlust, Fischerei und Umweltverschmutzung zählen zu den wesentlichen Gefährdungsfaktoren.
Die drei Pottwale (Physeter macrocephalus), denen wir begegneten, reagierten bei unserer Ankunft gelassen. Sie zogen unbeeindruckt ihrer Wege, hoben am Ende mit cooler Eleganz ihre riesige Fluke und weg waren sie. Der Pottwal ist die größte Art der Zahnwale und kann Längen von über 15 Metern erreichen. Charakteristisch ist der große, quaderförmige Kopf, der einen erheblichen Teil der Körperlänge ausmacht. Pottwale sind für ihre tiefen und langen Tauchgänge bekannt, bei denen sie in großen Meerestiefen vor allem Kalmare jagen. Ihr Blas ist schräg nach vorne gerichtet und dient als wichtiges Erkennungsmerkmal. Weibchen und Jungtiere leben in sozialen Gruppen, während ausgewachsene Männchen häufig solitär sind.
Von Fatima Kutzschbach
Sichtungen des Tages
Stenella
09:30 Mönchsrobbe, Pottwale