
Wir hatten in letzter Zeit so tolle Begegnungen mit Kurzflossen-Grindwalen (Globicephala macrorhynchus), in einigen Gruppen sogar mit kleinen Kälbern! Sie gehören wirklich zu meinen Lieblingswalen – es ist einfach wunderbar, ihnen beim eleganten Schwimmen zuzusehen und ihre kraftvolle Präsenz zu spüren.
Grindwale sind bekannt für ihre rasanten Tauchgänge (bis zu 9 m/s), bei denen sie tiefe Bereiche der Wassersäule (bis zu 1000 m) erreichen, um Tintenfische zu fangen, bevor sie zum Atmen an die Oberfläche zurückkehren. Diese Sprints sind anstrengend, weshalb sie an die Oberfläche zurückkehren, um sich auszuruhen. Wir können sie dabei beobachten, wie sie an der Oberfläche treiben („loggen“), bevor sie sich auf eine weitere Tauchrunde begeben. Um in solche Tiefen tauchen zu können, haben sie einige physiologische Anpassungen entwickelt. So speichern sie beispielsweise große Mengen an Sauerstoff in ihrem Blut und ihren Muskeln statt in der Lunge; ihre Herzfrequenz sinkt deutlich und der Blutfluss wird vorrangig zu den lebenswichtigen Organen umgeleitet; ihr flexibler Brustkorb und ihre zusammenklappbaren Lungen ermöglichen es ihnen, sich unter starkem Druck sicher zusammenzudrücken. Das ist außergewöhnlich!
By Juliette Colançon
Sichtungen des Tages
Ribeira Brava
09:30 Kurzflossen-Grindwale
16:30 Atlantische Fleckendelfine
Steno
09:30 Kurzflossen-Grindwale, Große Tümmler
13:30 Kurzflossen-Grindwale, Atlantische Fleckendelfine, Große Tümmler
16:30 Kurzflossen-Grindwale, Atlantische Fleckendelfine