
Nach einem langen Versteckspiel konnten wir Kurzflossen-Grindwale (Globicephala macrorhynchus) beobachten – ein wunderschöner Anblick. Alle an Bord konnten die Schönheit dieser Meerestiere bewundern, und die Kälber spielten miteinander!
Es gibt zwei Arten von Grindwalen: den Kurzflossen- und den Langflossen-Grindwal. Der Kurzflossen-Grindwal, der das ganze Jahr über auf Madeira anzutreffen ist, bevorzugt warme, gemäßigt-tropische Gewässer. Der Langflossen-Grindwal bewohnt kühlere Gewässer.
Grindwale sind nach den Schwertwalen die zweitgrößten Vertreter der Delfinfamilie. Ihr Name rührt von der Annahme her, dass jede beobachtete Gruppe von einem „Piloten“ oder Anführer begleitet wurde. Ihr wissenschaftlicher Name „Globicephala“ bedeutet „runder Kopf“ – eines ihrer Hauptmerkmale, das wir deutlich erkennen konnten, als sie sich unserem Boot näherten.
Sie sind äußerst soziale Tiere, die man selten allein sieht. Ihre sozialen Bindungen sind stark, und sie leben in eng verbundenen Einheiten, in stabilen matriarchalischen Gruppen. Eine Frage, die gestellt wurde, war, wie viele Tiere eine Gruppe umfassen kann. Die durchschnittliche Gruppengröße beträgt 20 Tiere, doch zu Paarungszwecken können sie größere Gruppen von bis zu 100 Tieren bilden.
Aber warum „Gepard des Ozeans“? Grindwale erhielten diesen Spitznamen aufgrund von Studien, die zeigen, dass sie insbesondere bei der Jagd in den Tiefen des Ozeans enorme Geschwindigkeiten erreichen können: bis zu 9 m/s.
Es ist immer wieder eine Freude, diese äußerst intelligenten Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten und zu sehen, wie stark ihre Bindungen sind.
Von Juliette Colançon
Sichtungen des Tages
Ribeira Brava
09:00 Kurzflossen-Grindwale
13:00 Große Tümmler, Kurzflossen-Grindwale
Steno
09:30 Kurzflossen-Grindwale
16:30 Blainville-Schnabelwale, Große Tümmler, Kurzflossen-Grindwale