

Madeira liegt im Atlantischen Ozean, etwa 700 Kilometer westlich der marokkanischen Küste und rund 1.000 Kilometer südwestlich von Lissabon. Die Inselgruppe gehört politisch zu Portugal und bildet zusammen mit Porto Santo, den Desertas- und Selvagens-Inseln die autonome Region Madeira.
Geografisch liegt Madeira am Rand der europäischen Kontinentalplatte und ist Teil des Macaronesia-Archipels, zu dem auch die Azoren, die Kanarischen Inseln und Kap Verde gehören. Die Lage im Nordatlantik macht die Insel klimatisch und ökologisch besonders interessant: Sie befindet sich in einer Zone, in der warme Strömungen aus den Tropen auf kühlere Luftmassen treffen, was das milde, ausgeglichene Klima der Insel beeinflusst.
Die Position Madeiras im Atlantik war historisch von großer Bedeutung. Bereits im 15. Jahrhundert nutzten portugiesische Entdecker die Insel als Zwischenstation auf ihren Handels- und Entdeckungsreisen entlang der afrikanischen Küste und später nach Indien und Amerika. Funchal entwickelte sich so zu einem wichtigen Hafen im atlantischen Handelsnetz.
Heute profitiert Madeira von seiner strategischen Lage sowohl für den Seeverkehr als auch für den Tourismus. Die Insel ist ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrten und Segler, die die Schönheit des Nordatlantiks und das milde Klima schätzen. Zugleich ist die Lage der Insel ein Faktor für die reiche Biodiversität, die durch den Einfluss des Ozeans und der Meeresströmungen begünstigt wird.
Madeira zeigt eindrucksvoll, wie geographische Lage, Klima und menschliche Nutzung miteinander verbunden sind und wie eine Insel trotz ihrer isolierten Position im Atlantik zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Knotenpunkt werden kann.
© Bildnachweis by Madère le guide
Von Fatima Kutzschbach