
Die erste bekannte Anlandung auf Madeira erfolgte im Jahr 1419 an der Südküste der Insel, vermutlich in der heutigen Bucht von Machico. Portugiesische Seefahrer unter der Führung von João Gonçalves Zarco und Tristão Vaz Teixeira wurden auf einer Seereise durch einen starken Sturm vom geplanten Kurs abgebracht. Auf der Suche nach Schutz erreichten sie zufällig die bis dahin unbewohnte Insel Madeira. Die geschützte Lage der Bucht von Machico erwies sich als idealer Ankerplatz, da sie vergleichsweise ruhige Gewässer bot und das sichere Anlanden der Schiffe ermöglichte.
Machico gilt daher als Ort der ersten Anlandung und zugleich als Keimzelle der Besiedlung Madeiras. Schon kurze Zeit nach der Entdeckung begannen die Portugiesen, das umliegende Land zu erkunden und erste Siedlungsstrukturen aufzubauen. Die fruchtbaren Böden, das vorhandene Süßwasser und die günstige Lage begünstigten eine frühe landwirtschaftliche Nutzung. Machico entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Ausgangspunkt für die Erschließung der Insel.
In den folgenden Jahrzehnten verlagerte sich das wirtschaftliche und politische Zentrum Madeiras jedoch zunehmend nach Westen. Funchal bot bessere Bedingungen für einen größeren Hafen und gewann durch den wachsenden Handel, insbesondere mit Zuckerrohr, an Bedeutung. Dennoch bleibt Machico historisch von zentraler Bedeutung, da hier die Geschichte Madeiras als besiedelte Insel begann und die erste Verbindung zwischen der Insel und der Außenwelt entstand.
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Von Fatima Kutzschbach