
Der erste bedeutende Hafen auf Madeira entstand an der Südküste der Insel, im heutigen Funchal. Bereits kurz nach der Entdeckung Madeiras durch portugiesische Seefahrer im Jahr 1419 erkannte man die geschützte Lage dieser Bucht als idealen Ankerplatz. Die natürliche Form der Küste bot Schutz vor starkem Seegang und machte das Anlanden von Schiffen vergleichsweise sicher.
Im Laufe des 15. Jahrhunderts entwickelte sich Funchal schrittweise zu einem wichtigen Hafenstandort. Mit dem Beginn der landwirtschaftlichen Nutzung der Insel, insbesondere des Zuckerrohranbaus, gewann der Hafen zunehmend an Bedeutung. Über ihn wurden Waren exportiert und Versorgungsgüter aus Portugal und anderen Regionen eingeführt.
Der Hafen von Funchal wurde bald zu einem zentralen Knotenpunkt im atlantischen Handel. Er diente nicht nur dem Warentransport, sondern auch als Zwischenstation für Schiffe auf dem Weg nach Afrika, Amerika und später nach Indien. Im Jahr 1508 erhielt Funchal die Stadtrechte, was die Bedeutung des Hafens weiter unterstrich.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Hafen kontinuierlich ausgebaut und an neue Anforderungen angepasst. Trotz moderner Erweiterungen bildet der ursprüngliche Hafen von Funchal bis heute das historische Herz des maritimen Lebens auf Madeira.
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Von Fatima Kutzschbach