
Heute fuhren wir, auf der Suche nach Meeressäugern über eine glatte, blaue See. Die Sonne begleitete uns auf unserer Fahrt. Großen Tümmlern (Tursiops truncatus) begegneten wir erst am Ende der Tour direkt vor der Marina. Sie glitten leise und majestätisch durchs durchsichtige Blau. Sehr schön.
Doch auch davor gab es wundervolle, spannende Meeresspezialitäten. Ein Baumstamm tarnte sich als Zwergpottwal. Das einfache Stück Holz sah wirklich wie ein ruhender Kogia aus. Segelquallen trieben überall auf dem wogenden Meer. Eine willkommene, einfache Speise für eine junge Unechte Karettschildkröte und einen Mondfisch. Beide fühlten sich heute sicherlich, wie im Schlaraffenland. Kleine Nadelfische sprangen in delfinischen Sprüngen über die Oberfläche. All diese wundersamen Begegnungen waren wahrlich hübsche, kleine Details des Ozeans und ein Hinweis, wie viel zu entdecken ist, wenn man sich den kleinen Wundern öffnet.
Der Mondfisch, Mola mola genannt, wirkt wie ein stiller Wanderer der Meere. Mit seinem runden, fast scheibenförmigen Körper gleitet er ruhig durch die Tiefe, als trüge er die Gelassenheit des Ozeans in sich. Trotz seiner gewaltigen Größe ernährt er sich vor allem von Quallen und folgt den Strömungen zwischen Sonne und Dunkelheit. Oft ruht er nahe der Wasseroberfläche, um sich von Vögeln reinigen zu lassen – ein sanfter Riese, der zeigt, dass Stärke und Ruhe einander nicht ausschließen.
Von Fatima Kutzschbach
Sichtungen des Tages
Stenella
09:30 Große Tümmler, Mondfisch, Unechte Karettschildkröte