

Heute wurden wir auf unserer Reise über den Ozean von einer Armada begrüßt, die jedoch nicht aus Schiffen bestand, sondern aus Segelquallen (Velella vellella). Segelquallen sind kleine Hydrozoen, Verwandte der Quallen, die sich vom Wind getrieben über die Weltmeere treiben lassen. Dazu verfügen sie über eine segelartige Struktur, mit der sie den Wind einfangen und sich vorwärtsbewegen. Das Besondere an Hydrozoen ist, dass sie zwar wie ein einziger Organismus aussehen, aber eigentlich eine Kolonie aus Hunderten kleiner Polypen sind. Genetisch sind sie alle gleich, aber jeder hat eine bestimmte Aufgabe, und nur gemeinsam können sie überleben. Windsegler haben Tentakel, die bei Berührung stechen, obwohl das Gift für uns Menschen ziemlich harmlos ist, nicht wie das von Velellas Verwandten, der Portugiesischen Galeere (Physalia physalis).
Abgesehen von dieser Armada begegneten wir auch einigen Delphinen. Diesmal waren es Tümmler (Tursiops truncatus). Sie waren buchstäblich nur einen halben Kilometer vom Yachthafen entfernt und schwammen langsam nach Westen. Dies ist eine häufige Art rund um Madeira, die sich so nah an die Küste heranwagt wire keine andere Art, so wie wir es heute gesehen haben.
Von Horst Schulte
Sichtungen des Tages
Stenella
09:30 Große Tümmler