
Der Ozean ist voller Wunder, und viele von ihnen werden von Strömungen getragen, während andere indirekt von diesen physikalischen Kräften des Meeres abhängen.
Strömungen sind von enormer Bedeutung für marine Nahrungsnetze. Kleinere Organismen wie Plankton sind direkt auf sie angewiesen, um Nährstoffe zu transportieren, während Wale und Delfine (Cetacea) wie der Große Tümmler (Tursiops truncatus) sowie andere Räuber von ihnen in Bezug auf die Verfügbarkeit von Beute abhängen.
Strömungen transportieren jedoch nicht nur Nahrung, sondern auch Meereslebewesen. Tatsächlich definiert die Bewegung der Strömungen zwei große Gruppen von Organismen: Plankton – Lebewesen, die nicht gegen die Strömung anschwimmen können – und Nekton – Lebewesen, die aktiv gegen die Strömung schwimmen können.
Auch wenn diese Klassifizierung etwas veraltet ist, verdeutlicht sie dennoch, wie unterschiedlich Meeresorganismen von Strömungen abhängig sind. Nach dieser Definition zählen zu den planktonischen Organismen unter anderem die Segelqualle (Velella velella) sowie einige ihrer Fressfeinde wie die Veilchenschnecke (Janthina janthina). Doch nicht nur planktonische Organismen nutzen Strömungen zur Fortbewegung. Auch Meeresschildkröten, wie die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta), nutzen Meeresströmungen, um durch die Hochsee zu reisen und sogar andere Schildkröten zu finden.
Eine der sichtbarsten Auswirkungen des Klimawandels in unseren Ozeanen ist die Veränderung der Richtung und des Auftretens von Meeresströmungen. Dieser Prozess beeinflusst direkt die Verbreitung von Organismen, die Verfügbarkeit von Beute und den allgemeinen Transport von Nährstoffen. Auch wenn wir während unserer Touren also „mit dem Strom gehen“ sollten, müssen wir die Veränderungen voraussehen, die sich im Strom vollziehen werden – denn er bestimmt alles in unseren Ozeanen.
Von Paula Thake
Sichtungen des Tages
Ribeira Brava
09:00 Große Tümmler
Stenella
09:30 Große Tümmler
13:30 Keine Sichtungen